Über die guten Ratschläge

Ein Mann aus einem fernen Land wollte seine geliebte und wunderschöne Tochter vor den Gefahren des Lebens bewahren und sie vor Gemeinheit und Hinterhältigkeit der Männer schützen und aufklären. Er sagte ihr, alle Männer wollen nur das eine, sie wären raffiniert und stellen Fallen, wo sie nur können. Sie würde oft gar nicht merken, wie sie immer tiefer in dem Sumpf ihrer Begierden versinken könne.

Und so gehe das vor sich: Zuerst bewundere sie der Mann und mache ihr zahllose Komplimente. Dann wolle er mit ihr ausgehen und lade sie großzügig ein. Bei einem Spaziergang käme er zufällig an seinem Haus vorbei und finde einen Grund, dort kurz hineinzugehen und böte ihr die Möglichkeit, mitzukommen. Er biete ihr Tee an, mache schöne Musik und plötzlich, unerwartet, würde er sich auf sie werfen und sie schänden. Damit sei die ganze Familie geschändet und ihr Ansehen dahin.

Die Tochter nahm sich die Worte des Vaters sehr zu Herzen und kam einige Tage später zurück und berichtete begeistert:

FroschEs waren einmal zwei sehr hungrige Frösche im Herbst, als es kaum noch Fliegen gab, die hüpften in ihrer Verzweiflung in den Stall eines Bauernhofes. Sie entdeckten dort hocherfreut einen Eimer mit frisch gemolkener Milch und sprangen prompt mit einem hohen Satz hinein.

Sie tranken sich endlich wieder satt und entdeckten dann zu ihrem Entsetzen, dass die glatte Wand des Eimers sie davon abhielt, wieder herauszukommen.

Der eine Frosch war bald erschöpft und gab auf. Der andere ermunterte ihn, doch besser durchzuhalten, doch er gab auf und ertrank.

Der zweite Frosch hingegen ruderte und platschte und schwamm so gut er eben konnte. Am Morgen sass er auf einem Klumpen Butter, der sich gebildet hatte und konnte mit einem Satz ins Freie entkommen.

Der Bauer fand nur einen toten Frosch im Eimer.

Es war einmal ein weiser Mann in Indien, der sich am Rand seines Dorfes unter einem Baum niederliess, um die Nacht zu verbringen, als ein Dorfbewohner angerannt kam und forderte: „Der Stein! Der Stein! Gib mir Deinen kostbaren Stein!“

Ein Sufi erzählt folgende Geschichte:

ecologicalIn meiner Jugend war ich ein Revolutionär, und mein einziges Gebet zu Gott lautete: ,Herr, gib mir die Kraft, die Welt zu verbessern.

Als ich meine mittleren Jahre hinter mir hatte und mir auffiel, daß ich die Hälfte meines Lebens hinter mir habe, ohne daß ich eine einzige Seele geändert hätte, wandelte ich mein Gebet und bat: ,Herr, gib mir die Gnade, alle jene zu verändern, die mit mir in Berührung kommen. Nur meine Familie und Freunde, dann bin ich schon zufrieden.'

Sinnvoller Egoismus

Es war einmal ein Bauer, dessen Mais überall ständig die ersten Preise gewann. Er hatte sich angewöhnt, seine besten Samen mit allen Bauern der Nachbarschaft zu teilen.