Newsletter 11/2025
Das Unmögliche und das Verrückte wagen
Lernen Sie spielerisch mit inneren Bildern das Unmögliche und Verrückte zu wagen, um so Ihre Welt zum Guten zu verändern!
Wir stehen grade vor unglaublich vielen Unmöglichkeiten, Verboten, Einschränkungen und negativen Konsequenzen, die uns scheinbar immer mehr einengen. Lassen Sie uns deshalb dem Unmöglichen einmal ganz anders begegnen, ich lade Sie sehr gern dazu ein.
Dies könnte eine wirklich lustige und etwas längere Übung werden, die Sie täglich begleitet und zur guten neuen Angewohnheit werden kann. Gehen Sie diesen Weg NICHT schnell. Schnelle Antworten auf die Fragen könnten ein Zeichen dafür sein, dass Sie gar nicht wirklich darüber nachdenken möchten oder noch nicht wissen, wie das geht. Doch es lohnt sich! Versuchen Sie es!
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Wie Sie das Unmögliche definieren
Listen Sie auf, ganz still für sich, was Ihnen unmöglich erscheint.
Worum geht es dabei immer wieder, und warum war und ist „das“ – unmöglich? Zu riskant? Zu teuer? Lächerlich? Unpraktisch? Umständlich? Lebensgefährlich? Unsinnig? Zu alt? Zu jung? zu unerfahren? Nicht gut genug?
Erstellen Sie eine Liste Ihrer häufigsten Gegenargumente, gern über mehrere Tage. (Und besprechen Sie das auch gern mal nebenbei mit anderen!)
Ängste in Führungsrollen: Perfektionismus und Kontrollverlust
Führungsrollen bringen Verantwortung, Entscheidungsdruck und hohe Erwartungen mit sich. Diese Belastungen können Ängste auslösen, die oft unterschätzt werden.
Perfektionismus und die Angst vor Kontrollverlust sind zwei zentrale Themen, die viele Führungskräfte betreffen.
Besonders Männer, die in unserer Gesellschaft oft mit dem Anspruch konfrontiert sind, immer stärker, sicherer und kontrollierter aufzutreten, finden es schwierig, mit diesen Gefühlen umzugehen. Doch hinter dieser Fassade liegt oft ein unerkanntes Potenzial, das durch Reflexion und neue Ansätze aktiviert werden kann.
Perfektionismus: Der Druck, alles richtig zu machen
Perfektionismus in Führungsrollen entsteht oft aus dem Wunsch, den immer höheren Anforderungen gerecht zu werden und keine Fehler zuzulassen. Diese Haltung kann kurzfristig Erfolge bringen, birgt jedoch langfristig Gefahren:
- Gefühl der Überforderung: Der Anspruch, alles perfekt zu machen, führt oft zu Erschöpfung und Burnout.
- Mangelnde Delegation: Perfektionistische Führungskräfte tendieren dazu, Aufgaben nicht abzugeben, was die Belastung weiter erhöht.
- Begrenzte Teamdynamik: Mitarbeiter können sich unter einem zu hohen Anspruchsdruck unsicher fühlen und weniger Initiative zeigen.
Für viele Männer bedeutet Perfektionismus auch, Schwächen zu verbergen. Das Gefühl, versagt zu haben, wird oft mit einem Verlust der eigenen Würde gleichgesetzt. Diese innere Dynamik bleibt jedoch selten unbemerkt und kann zu Isolation und innerem Stress führen, vor allem, wenn man älter wird und die Leistungsfähigkeit sich verändert, man jedoch noch ein gutes Jahrzehnt an Arbeit vor sich hat.
Newsletter 09/2025
Selbstwert und Angst: „Ich bin nicht gut genug.“
Die Überzeugung „Ich bin nicht
gut genug“ ist eine unserer tiefsten und schmerzhaftesten Ängste, denn sie greift nicht nur das Selbstwertgefühl an, sondern beeinflusst, wie wir uns selbst, unsere Beziehungen und die Welt wahrnehmen. Diese Angst ist oft nicht klar benennbar, sondern zeigt sich subtil – in Unsicherheiten, Selbstzweifeln oder einem ständigen Streben nach Perfektion. Doch woher kommt diese Überzeugung, und warum ist sie so allgegenwärtig?
Die Entstehung des Gefühls, nicht gut genug zu sein
Die Wurzel dieses Gefühls liegt häufig in unseren frühen Bindungserfahrungen. Tiefenpsychologisch betrachtet, formt sich unser Selbstwertgefühl in der Kindheit durch die Spiegelung, die wir von unseren Bezugspersonen erhalten:
- Fehlende Bestätigung: Kinder, die nicht ausreichend wertgeschätzt und gesehen werden, entwickeln häufig das Gefühl, dass sie nicht genügen.
- Hohe Erwartungen: Eltern, die Liebe und Anerkennung an Leistung oder Verhalten knüpfen, vermitteln indirekt, dass der eigene Wert bedingt ist.
- Abwertung: Direkte Kritik oder emotionale Kälte können den Selbstwert nachhaltig schädigen.
Gesellschaftlicher Druck und die Verstärkung der Angst
Angst ist nicht immer nur ein Produkt eigener Erfahrungen. Oft tragen wir unbewusst die Ängste und Traumata unserer Vorfahren in uns. Diese transgenerationalen Ängste übertragen sich über Generationen hinweg durch Erziehung, Verhaltensmuster oder sogar auf biologischer Ebene und das nennt man heute Epigenetik. Sie beeinflussen unser Verhalten, unsere Entscheidungen und die Art, wie wir die Welt wahrnehmen. Doch diese Muster können durchbrochen werden, wenn sie erkannt und bearbeitet werden.
Was sind transgenerationale Ängste?
Transgenerationale Ängste entstehen, wenn traumatische Erfahrungen einer Generation unbewusst an die nächste weitergegeben werden. Dies kann auf verschiedene Weisen geschehen:
- Erziehung: Kinder übernehmen Ängste und Verhaltensweisen ihrer Eltern, beispielsweise eine ständige Vorsicht oder das Gefühl, die Welt sei unsicher.
- Epigenetik: Traumatische Erfahrungen können biochemische Veränderungen im Erbgut hervorrufen, die an die nächste Generation weitergegeben werden.
- Familiengeheimnisse: Unausgesprochene Konflikte oder verdrängte Traumata können die Dynamik innerhalb der Familie prägen und Ängste bei den Nachkommen auslösen.
Der Umgang mit Ängsten im Wandel
Egal in welcher Lebensphase – Ängste können als Chance gesehen werden, innere Prozesse zu reflektieren und persönlich zu wachsen. Einige hilfreiche Ansätze sind:
- Achtsamkeit und Selbstwahrnehmung: Den Moment bewusst wahrnehmen, ohne ihn zu bewerten, hilft, sich mit den eigenen Gefühlen zu verbinden.
- Perspektivwechsel: Die eigenen Ängste aus einer anderen Sicht zu betrachten, kann oft neue Lösungswege aufzeigen.
- Professionelle Begleitung: Manchmal ist es hilfreich, die Unterstützung eines Therapeuten oder einer Therapeutin in Anspruch zu nehmen, um tieferliegende Themen zu verstehen.
Meine Arbeit: Begleitung durch alle Lebensphasen
In meiner Praxis begleite ich Menschen dabei, ihre Ängste zu verstehen und neue Wege zu finden, um mit ihnen umzugehen. Dabei geht es nicht darum, Ängste zu verdrängen, sondern sie als Wegweiser zu betrachten. Ob durch Achtsamkeit, Arbeit mit inneren Bildern oder tiefenpsychologische Ansätze – jede Lebensphase bringt neue Möglichkeiten, sich selbst besser kennenzulernen und innere Stärke zu entwickeln.
Stimmen von Patienten
Diese Kommentare zeigen, wie unterschiedlich Menschen den Umgang mit Ängsten erleben und dass positive Veränderungen möglich sind.
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