Schuld und Schuldzuweisungen

Ein heißes und sehr häufiges Thema einmal aus verschiedenen Perspektiven betrachtet:

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Religiöse Prägungen

Unter Schuld versteht man im Christentum seit über 2000 Jahren die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. Kritische Denker fassen sie so zusammen: 2 Menschen haben eine Anweisung nicht befolgt, wurden für immer von ihrem (grausamen, unnachgiebigen?) Gott vertrieben, der seither nicht aufhört, dafür Wiedergutmachung zu fordern und die Schuld in jeden einpflanzt. Das zentrale Dogma des Christentums vom Sühne-Tod Christi am Kreuz führt dazu, das Gewissen von vorhandenem Schuldgefühl zu befreien, um so ein Umdenken des Menschen (Annahme, Akzeptanz) möglich zu machen.

In keiner anderen der Weltreligionen ist die Erde die Heimat der Hölle und die wahre Rückkehr ins Paradies erst nach dem Tod wieder möglich. Dort ist die Erde häufig das Paradies und die Aufgabe besteht darin, dies zu erkennen und dafür dankbar zu sein.
Der Buddhismus stellt z.B. das Schuldgefühl weitgehend in den Bereich des Leids, von welchem man sich über den Weg der Akzeptanz befreit.

Newsletter 05/2024

Über die Geduld

GeduldigMan muss den Dingen die eigene,

stille, ungestörte Entwicklung lassen,

die tief von innen kommt,

und durch nichts gedrängt

oder beschleunigt werden kann;

alles ist austragen –

und dann gebären

Newsletter 04/2024

Über Brian McTaggarts "Heilung der Vergangenheit"

Als ich von dieser Technik erfuhr, habe ich mir einige Gedanken gemacht und ein wenig geforscht. So manch einer stellt sich die Frage, wie und ob denn überhaupt eine gewaltvolle Vergangenheit zu heilen sei, die ein ganzes Leben beeinflusst (hat).

verrückte heilung

Dies ist ein kontroverses Thema und natürlich ist dies nicht mit einem Fingerschnippen getan. Jeder Therapeut, der mit Leib und Seele bei der Arbeit ist, wünscht sich des Öfteren verzweifelt, seinem Klienten und vielleicht auch sich selbst hier helfen zu können.

Diese Wege der Heilung nutzt auch die Biografiearbeit von Julia Cameron, bei der letztlich - beruhend auf dem Prinzip der Dualität, die unsere Welt regiert - alles eine gegenüberliegende Seite hat. Also kann das Schlechteste das Beste hervorrufen. Wie und wo ein Mensch dies begreift und wie tief er dies - evtl. auch schrittweise - zu integrieren lernt, ist individuell enorm verschieden.
Heute möchte ich diese Methode vorstellen, da Brian McTaggart gerade in Deutschland Anerkennung für seine heilende Vorgehensweise gefunden hat, die er selbst durch jahrzehntelange Depressionen fast schon gezwungen war, zu entwickeln.


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Ein Gleichnis über wahre Werte

Eines Tages kam ein junger Mann zu einem weisen Alten und bat ihn um Hilfe:

„Ich bin zu dir gekommen, weil ich mich so elend und wertlos fühle, dass ich nicht mehr leben möchte.
Alle um mich herum sagen mir immer wieder, dass ich ein Verlierer, ein Chaot, ein Idiot und völlig unfähig bin.
Bitte hilf mir.“

 


Ich darf auch für mich da sein

Dies ist kein Plädoyer für Egoismus! Doch wer immer nur für andere da ist und keine gute Selbstfürsorge betreibt, der zerstört sich selbst meistens seelisch und körperlich! Diese Lebenshaltung führt oft zu Bitterkeit und vielen großen Enttäuschungen, weil man davon ausgeht, andere müssten sich genauso wie man selbst verhalten. Tun sie dies jedoch nicht, ist guter Rat of teuer!

Denken Sie an Ihren letzten Flug: Eltern wurden aufgefordert, in Notfällen zuerst sich selbst und dann ihren Kindern zu helfen. Warum? Damit sie dann ruhig ihren Kindern beistehen können! Ein geschwächter Elternteil, der ständig über seine Grenzen geht, ist für ein Kind eine große Belastung! 

Besondere Herausforderungen

Gerade bei pflegenden Angehörigen wurde in den 70ern zuerst Burnout festgestellt, weil es so schwer zu trennen ist, wenn es einem selbst gut geht und anderen schlecht. Doch ist es tatsächlich nicht hilfreich, sich selbst aus Anteilnahme schlecht zu fühlen oder permanent zu überfordern und deswegen gar nicht mehr zu leben. Das hilft NIEMANDEM! Mitgefühl unterscheidet sich deshalb klar vom Mitleiden! 

Selbstverständlich gibt es immer Zeiten, in denen man nicht so gut für sich sorgen kann, weil es eben gerade anderes Wichtigeres gibt. Haben Sie z.B. mehrere kleine Kinder und sind berufstätig oder Alleinerziehend, ist das manchmal gar nicht so leicht, ebenso wie wenn die Eltern oder Angehörige krank und pflegebedürftig sind! Doch jede Ausnahme bestätigt die Regel. Arbeiten Sie sich so ab, dass sie ausfallen, ist niemandem geholfen!