Newsletter 05/2025

Wie wir unsere unangenehmen Emotionen in Kraft verwandeln

Wer sich schon einmal gefragt hat, warum unangenehme Gefühle immer wiederkehren – als Enge in der Brust oder als Kloß im Hals –, obwohl wir doch am liebsten weiterziehen möchten, findet hier einen neuen We SN Philosphisches 2025 4g: 

Schritt 1: Gefühle bewusst wahrnehmen

  • Man lässt vor allem seinen Verstand bewusst aussen vor – denn er hat das Gefühl früher einmal als Bedrohung abgespeichert und fühlt sich machtlos, wenn es auftaucht und fängt wie ein tollwütiger Hund an zu bellen, überflutet einem mit negativen Gedanken über sich und andere oder die ganze Welt und das eigenee Leben

  • Es ist wichtig, kurz innezuhalten, wenn uns ein starkes Gefühl trifft.

  • Wir benennen das Gefühl nicht (Angst, Wut, schlecht, Ärger odgl.)

  • Wir spüren einfach hin: Wo genau im Körper ist das Empfinden?

  • Wir erkunden, ob es sich warm oder kühl, pulsierend oder ruhig anfühlt.

  • Wir stellen uns vor, wie wir es malen würden oder als Gegenstand


Beispiel:
In einer bestimmten Situation bemerken wir plötzlich einen Druck im Bauch oder der Brust und nehmen es sachlich und interessiert wahr. 

 Schritt 2: Gefühle annehmen statt verdrängen

  • Wir atmen tief und ruhig in den Bereich, in dem wir das Gefühl spüren.

  • Unsere Atmung wirkt wie eine sanfte Umarmung, die das Empfinden hält und entlastet.

  • Wir achten darauf, wie das Gefühl reagiert und ob es sich dann grösser oder kleiner, leichter oder kleiner anfühlt.

Beispiel:
Wir erleben Ärger als hitzigen Ballon im Brustkorb. In Gedanken beatmen wir ihn mit ruhigen Atemzügen und spüren, wie die Hitze nachlässt und der Ballon kleiner wird.

Schritt 3: Das Gefühl wohlwollend behandeln

  • Wir unterstützen das Gefühl jetzt mit einer freundlichen Haltung und einer Hand auf der betroffenen Stelle, einem Streicheln, einem liebevollen Blick (z.B. wie wenn man ein geliebtes Haustier, das vor Angst zittert, zu beruhigen)

  • Wer mag, kann sich vorstellen, dem Gefühl eine Farbe zu senden, wie sie im Regenbogen vorhanden sind, um dem Gefühl wohlzutun

  • Wir beobachten, wie es sich reagier – ob es sich lockert, pulsiert oder sich in Wärme verwandelt.

  • Wir geben dem Gefühl Zeit und Raum, indem wir weiter ruhig atmen und es nicht beurteilen.

  • In unserer Vorstellung beobachten wir, ob sich das Gefühl verwandelt und schauen ihm dabei zu, OHNE ES ZU STEUERN.
    Häufig beginnt das visualisierte Symbol oder Bild seine Form zu verändern (z.B. löst sich ein Stein auf oder ein Loch verschliesst sich).

  • Wir steuern diesen Prozess nicht, wir beobachten ihn

  • Meist bleibt etwas anderes übrig und wir erlauben diesem nun nicht mehr gefährlichen Gefühl, in unserem Körper Gutes zu tun (z.B. zu vibrieren, zu wandern, zu fließen, zu wärmen oder kühlen, wo auch immer es hinmöchte) 

  • Wir spüren nach, wie Leichtigkeit, Weite oder Ruhe zurückkehren.

Beispiel:
Nachdem wir dem Ärger liebevoll Raum gegeben haben, visualisieren wir, wie er sich in ein kleines Bild auflöst. Wir nehmen wahr, wohin diese Energie, wenn wir sie im Körper loslassen, sich ausbreitet und einen klaren, ruhigen Zustand zurücklässt.

Warum wir den Kopf draußen lassenEmotionen speichern min

Der Verstand neigt dazu, Gefühle als Bedrohung abzuspeichern und mit endlosen Interpretationen zu versehen. Genau diese Interpretation führt dazu, dass wir uns machtlos fühlen. Indem wir den Kopf bewusst außen halten und uns auf das reine Empfinden konzentrieren, durchbrechen wir die alte Verknüpfung – und ermöglichen so echte Transformation.

Unsere Gefühle sind keine Feinde, sondern kraftvolle Wegbegleiter. Wenn wir sie ohne Urteil annehmen und mit Offenheit behandeln, können sie uns klar und authentisch unterstützen und uns auf unserem Weg zu dem Leben begleiten, das wir uns wirklich wünschen.

Je öfter man dies übt, desto besser funktioniert es.

Termin vereinbaren

Wer dies erleben möchte, vereinbart jetzt ganz unkompliziert eine Videosprechstunde hier auf der Website – und wir machen gemeinsam den ersten Schritt, unsere Gefühle in wiederkehrenden belastenden Situationen zu integrieren und als kraftvolle Begleiter zu nutzen.

 

1. Bild von KamranAydinov auf Freepik | 2.Bild von katemangostar auf Freepik | 3. Bild mit Canva erstellt